Sternsinger

Sternsinger feierlich ausgesendet In einer schier endlosen Reihe zogen am Silvestertag über 30 Ministranten als Heilige Drei Könige gekleidet zusammen mit Stadtpfarrer Wolfgang Häupl, Diakon Alfons Eiber und den Oberministranten in die Pfarrkirche St. Stephan ein. Gefeiert wurde im Sonntagsgottesdienst die Aussendung der Sternsinger, die am 2. und 3. Januar jeweils von 9 bis spätestens 18 Uhr durch das Pfarrgebiet, seit langem auch wieder in Herzogau-Lengau, von Haus zu Haus gehen, um für das Kinderhilfswerk zu sammeln. Mit ihrem Auftreten als Sternsinger bitten die Ministranten wie jedes Jahr um Unterstützung der weltweit größten Aktion, in der Kinder Kindern helfen. Heuer steht diese unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“. Am Beispiel von Brandrodung, Abholzung und rücksichtsloser Zerstörung der Lebensgrundlagen der Menschen in den Ländern, die der Fluss Amazonas durchzieht, richtet sich der Blick auf die Bewahrung der Schöpfung und einen respektvollen Umgang mit Mensch und Natur. In Amazonien und in vielen anderen Regionen der Welt setzen sich Partnerorganisationen der Sternsinger dafür ein, dass das Recht der Kinder auf eine geschützte Umwelt umgesetzt wird. Mit den gesammelten Spendengeldern werden aber auch viele andere Hilfsprojekte für Kinder in über hundert Ländern der Welt finanziert. In seiner Ansprache erinnerte Pfarrer Häupl an die Geschenke, die die Weisen aus dem Morgenland zum Kind in der Krippe gebracht hatten. Passend zum Thema der diesjährigen Hilfsaktion stellten Sternsinger einen kleinen Baum, eine Plastikflasche aus recyceltem Material, ein Handy mit wiederverwertbaren seltenen Metallen sowie eine Taschenlampe ohne umweltbelastende Batterien vor die Krippe. Damit verwiesen die Jugendlichen auf den schonenden Umgang mit Ressourcen durch Recycling und den für Mensch und Tier lebensnotwendigen Schutz der Regenwälder. Als besonderes Geschenk brachte ein Ministrant ein Schild mit der Aufschrift „NICHTS“, womit er zum „Verzicht“ mahnte, der notwendig sei, da-mit die Erde nicht unwiederbringlich zerstört werde. Nachdem auch in den Fürbitten für den Erhalt der Schöpfung und ein menschenwürdiges Leben von Kindern weltweit gebetet wurde, trugen die Sternsinger am Ende des Gottesdienstes noch ihren Segensspruch vor, den sie in den nächsten Tagen in alle Häuser bringen werden: „… Nun seid behütet und gesegnet. Und jedem, der euch hier begegnet, wird Gottes Segen auch zuteil; er bringe Frieden, Licht und Heil. Dass dies so sei in diesem Jahr, das wünscht euch die Dreikönigsschar.“ Das Katholische Pfarramt bittet darum, die Jugendlichen gut aufzunehmen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Sternsinger aufgrund der Größe der Gebiete nicht alle Haushalte besuchen können beziehungsweise wegen der Werktage möglicherweise niemanden antreffen. In diesen Fällen können Geldspenden auch in einem Kuvert mit dem Vermerk „Sternsinger“ in den nächsten Gottesdiensten und im Pfarrbüro abgegeben oder auf folgendes Konto überwiesen werden: Kath. Kirchenstiftung St. Stephan, IBAN DE42 7425 1020 0052 4794 90, Verwendungszweck „Sternsingeraktion 2024“. Die Beträge werden an das Kindermissionswerk weitergeleitet. Am Freitag, 5. Januar, werden in der Vorabendmesse um 17 Uhr Wasser, Kreide und Weihrauch gesegnet, womit nach altem Brauch am Dreikönigstag die Wohnungen beräuchert und mit Weihwasser besprengt werden. Entsprechende Päckchen liegen in der Kirche zum Mitnehmen bereit.